Die Rückbesinnung auf natürliche Werte verleiht dem Wohnen mit Naturstein heute wieder einen besonderen Stellenwert. Natursteine sind nicht nur zeitlos schön und besonders langlebig, sie bieten auch vielfältige Möglichkeiten, sowohl was den Verwendungszweck angeht als auch in puncto Bearbeitung und Gestaltung. Kein anderer Baustoff weist so viele unterschiedliche Farben, Texturen und Strukturen auf wie Natursteine. Es gibt sie nahezu in jeder Form, Größe, Farbvariante und Härte.
Natursteine sind das Ergebnis einer langen Entwicklung im Laufe von Jahrmillionen Erdgeschichte. Sie lassen sich in folgende Kategorien einteilen:Magmatite
Magmatite sind so genannte Erstarrungsgesteine, die aus einer heißen, flüssigen Gesteinsschmelze erstarrt sind. Das häufigste und bedeutendste Gestein aus der Gruppe der Magmatite ist der Granit, der weltweit vorkommt. Auch Basalt ist ein magmatisches Gestein.
Sedimente
Hierbei handelt es sich um Ablagerungsgesteine. Sie wurden anfänglich als lockerer Abtragungsschutt meist an Flussmündungen oder im Meeresgrund abgelagert und nachträglich verfestigt. Sedimentgesteine sind
z.B. Sandstein und Kalkstein.
Metamorphite
Metamorphite oder Umwandlungsgesteine entstehen, wenn Magma- oder Sedimentgesteine in der Erdkruste unter extrem hohen Druck und Temperaturen umgewandelt wurden. Typische metamorphe Gesteine sind Marmor (umgewandelter Kalkstein) und Schiefer (umgewandelter Ton).
Zu den Hauptgruppen der Natursteine gehören:
Granit
Granite werden auf allen Kontinenten in Steinbrüchen gewonnen. Der Stein besitzt eine mittel- bis grobkristalline Struktur, die reich an Quarz, Glimmer und Feldspäten ist. Das Farbspektrum bei Graniten ist weit gespannt und reicht von grau bis bläulich, rot und gelblich. Wegen seiner Härte und hohen Festigkeit ist Granit besonders für hoch beanspruchte oder der Witterung ausgesetzte Flächen wie Boden-/ Treppenbeläge, Fensterbänke oder auch Küchenarbeitsplatten geeignet.
Marmor
Marmor findet man in vielen Regionen der Welt, wo er in unterschiedlichen Farben, Strukturen und Härtegraden vorkommt. Das Farbspektrum reicht von schwarzgestreift über gelb, grün, rosa bis zu weißem Marmor, wie er etwa bei Carrara in Italien abgebaut wird. Der geringe Porenraum führt zu einer hohen Frostbeständigkeit des Steins. Allerdings ist Marmor säureempfindlich und bildet Flecken, wenn er ohne vorherige Oberflächenbehandlung etwa mit Essig oder Zirtrusfrüchten in Berührung kommt. Seit alters her gilt Marmor als besonders exklusiv, weshalb er gerne in Empfangshallen, Treppenhäusern und Bädern verwendet wird. Auch Fußböden werden vielfach mit Marmor gestaltet.
Sandstein
Sandstein ist ein weit verbreitetes Baumaterial. Mit ihm werden seit Jahrhunderten Kirchen und Tempel gebaut sowie Skulpturen gestaltet. Die Farbe des Sandsteins kann variieren. Übliche Farben sind grau, gelb, grün, braun, rot und weiß. Zwar steht Sandstein als „weicher Stein” im Ruf, eine nur bedingte Witterungsbeständigkeit zu besitzen. Jedoch trifft dies nicht auf alle Sandsteinarten zu. Vor allem Quarzsandsteine sind ausgesprochen widerstandsfähig gegen Witterungs- und chemische Einflüsse. Durch seine natürliche Optik eignet sich Sandstein besonders für Außenanlagen bzw. rund um Haus und Garten.
Schiefer
Naturschiefer wird – wenn nicht als Deckungsmaterial von Dächern – in erster Linie für Bodenbeläge, als Treppenbelag sowie für Fensterbänke verwendet. Je nach Herkunftsregion hat der Stein verschiedene Oberflächenstrukturen und Farben, die von schwarz-blau über grau bis grün reichen. Schiefer hat eine eher kühle Ausstrahlung, ist hart, haltbar, wasserfest und lässt sich gut schneiden. Seine spaltraue Oberfläche besitzt eine natürlich-rustikale Optik. Bei Schiefer sollte man beachten, dass auf dunklen Farben wie Schwarz und Purpur Staub und Fußspuren eher auffallen als bei grauen, grünen und melierten Schieferplatten.
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